Stadtforschung untersucht die räumliche Planung im Kontext der technologischen,
ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Da auch das
Selbstverständnis von Planung und der Planenden einem stetigen Wandel
unterliegt, beinhaltet die angewandte Stadtforschung auch die Analyse des
Planungsprozesses und die Entwicklung neuer Handlungsstrategien.

Als Forschungsthemen begleiten wir insbesondere die räumliche Entwicklung
von Gewerbe und Arbeitsstätten, Flächenkonversion militärischer und ziviler
Liegenschaften, schienengestützte Siedlungsentwicklung, Gender Mainstreaming
sowie interkommunale Kooperationen. Aufgrund unserer direkten Beziehung
zur Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund zeichnet sich unsere Arbeit
durch eine stetige Verknüpfung von Planungspraxis mit aktuellen Forschungs-
ergebnissen aus.



Gartenstadt 21 – ein neues Leitbild für die Stadtentwicklung
in verdichteten Ballungsräumen – Vision oder Utopie?

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, laufend



Die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung in Ballungsräumen sind vielfältig und komplex und zunehmend mit dem Wunsch nach neuen Formen des städtischen Lebens verbunden, die Parallelen zur Gartenstadtbewegung des frühen 20. Jahrhunderts aufweisen. Dies legt die These nahe, dass einigen der damaligen Ideen heute wieder eine neue Bedeutung zukommt.

Inwieweit der Gartenstadtgedanke von damals auf die Stadtentwicklung in Ballungsräumen von heute übertragbar ist, soll im Rahmen eines Zukunftslabors untersucht und visualisiert werden. Ziel ist es dabei den Blick vom heute Machbaren zu lösen um neue Denk- und Lösungsansätze zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter www.gartenstadt21.de



Klimaresilienter Stadtumbau –
Bilanz und Transfer von StadtKlimaExWoSt

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Kooperationspartner: plan + risk consult, Dortmund, laufend



Das Forschungsprojekt "Klimaresilienter Stadtumbau" bilanziert die Ergebnisse des Forschungsfeldes StadtKlimaExWoSt und weiterer Forschungsvorhaben zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen in Kommunen. In zehn Fallstudienstädten werden Erfolgsfaktoren der kommunalen Anpassungsprozesse und beispielhafte Projektansätze identifiziert.

Im Austausch mit kommunalen Vertretern werden die Unterstützungsbedarfe im Planungsalltag ermittelt und eine Arbeitshilfe für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen im Stadtumbau konzipiert.

BPW baumgart+partner übernimmt zusammen mit plan + risk consult die fachlich-wissenschaftliche Begleitforschung, Durchführung und Organisation von Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Berichtswesen und Ergebnistransfer.

Weitere Informationen unter www.klimaresilienter-stadtumbau.de



Nachhaltige Weiterentwicklung
von Gewerbegebieten

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Kooperationspartner: agl | Hartz • Saad • Wendl, Saarbrücken, laufend





Eine nachhaltige Stadt- und Gemeindeentwicklung steht in engem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung einer Kommune. Zu einem der wichtigsten Ziele der Stadtentwicklungspolitik gehört daher die Sicherung und Entwicklung von Gewerbestandorten. Jenseits ihrer ökonomischen Funktion bergen bestehende Gewerbegebiete beträchtliche Potenziale für die städtebaulichen und ökologischen Entwicklungsperspektiven der Kommunen.

Allerdings zeigen gerade ältere Bestandsgebiete spezifische Problemlagen, die die Städte und Kommunen vor große Herausforderungen stellen. Das ExWoSt-Forschungsfeld widmet sich vor diesem Hintergrund der nachhaltigen Weiterentwicklung von Gewerbegebieten. Dazu sollen in städtebaulichen Modellvorhaben Konzepte, Maßnahmen, Instrumente und Verfahren entwickelt, erprobt und wissenschaftlich ausgewertet werden.

Weitere Informationen unter www.gewerbeexwost.de



MORO-Forschungsvorhaben "Regionale Energiekonzepte als strategisches Instrument der Landes- und Regionalplanung

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Projektpartner: TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, FG Ver- und Entsorgungssysteme; MUT Energiesysteme, Kassel, laufend




Regionale Energiekonzepte gelten als wichtiges Planungsinstrument und beinhalten neben den Ausbaupotenzialen für erneuerbare Energien auch Empfehlungen für die Energieeinsparung sowie die Steigerung der Energieeffizienz. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zum Aufbau regionaler Datengrundlagen sowie von Akteursnetzwerken.

Verschiedene Regionen und Planungsverbände haben mit ihren Energiekonzepten bereits einen entscheidenden Schritt in Richtung eines strategischen Energieportfolios und -managements unternommen.

Mit diesem MORO-Vorhaben sollen die Erfahrungen aus der MORO-Studie "Strategische Einbindung regenerativer Energien in regionale Energiekonzepte" in fünf Modellregionen angewendet und gleichzeitig inhaltlich und methodisch weiter entwickelt werden.

Bis Ende 2014 werden Lösungsansätze zur Umsetzung, Weiterentwicklung und Überprüfung vorliegender Energiekonzepte untersucht und deren Möglichkeiten der Integration in die Regionalplanung berücksichtigt.

Weitere Informationen unter regionale-energiekonzepte.de



Leitfaden "Gesunde Stadt" - Eine Anleitung für Stellungnahmen zur Stadtentwicklung aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst

Auftraggeber: Landeszentrum Gesundheit NRW
Projektpartner: Universität Bielefeld,
Fakultät Gesundheitswissenschaften, laufend




Im Auftrag des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW) bearbeitet die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Claudia Hornberg) in Kooperation mit BPW baumgart+partner den "Leitfaden Gesunde Stadtentwicklung - Eine Anleitung für Stellungnahmen zur Stadtentwicklung aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst".

Dieser Leitfaden soll eine Empfehlung für Akteure des Gesundheitswesens darstellen, um diese bei ihren Stellungnahmen zu Strategien, Plänen und Vorhaben in der Stadtentwicklung zu unterstützen.

Die Bearbeitung erfolgt auf der Grundlage einer in Australien für den Bundesstaat New South Wales entwickelten Checkliste, die auf Nordrhein-Westfalen übertragen wird.

Weitere Informationen unter www.leitfaden-gesunde-stadt.de



ExWoSt-Forschungsvorhaben "Urbane Strategien zum Klimawandel - Kommunale Strategien und Potenziale" Forschungsassistenz

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Projektpartner: plan + risk consult, Dortmund, 2009-2013




Gesamtkoordination des Forschungsschwerpunktes, fachlich-wissenschaftliche Begleitforschung, Durchführung und Organisation von Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Berichtswesen und Ergebnistransfer. Im Forschungsschwerpunkt werden in bundesweit neun Modellprojekten Strategien und Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt.

Beteiligt sind die StädteRegion Aachen, Bad Liebenwerda, Essen, Jena, Nürnberg, Regensburg, Saarbrücken, Syke und der Nachbarschaftsverband Karlsruhe. Die Forschungsassistenz hat verschiedene Publikationen (ExWoSt-Info Nr. 39/1 und 39/2, BBSR-Reihe "Forschungen") erstellt und zahlreiche Veranstaltungen organisiert und durchgeführt (Fachkonferenz am 15.09.2011 in Essen zum Thema "Hitze in der Stadt - Strategien für eine klimaangepasste Stadtentwicklung", Querschnittsworkshops, Veranstaltungen in den Modellprojekten).

Weitere Informationen unter klimaexwost.de



Regionalplanerische Instrumente zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme (Flächen MORO)- Vorstudie

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2012



Wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung von zwei Praxispartnern, Konzeptionierung neuer Instrumente, Durchführung und Organisation von Erfahrungsaustauschen, Berichtswesen und Ergebnistransfer. Als Grundlage der Vorstudie wurden die aktuellen bundesweiten Steuerungsansätze der Regionalplanung zum Flächensparen erhoben und zu denen der Praxispartner (Regionalplanung der Planungsregion Düsseldorf im Regierungspräsidium sowie Landesplanung Saarland) in Bezug gesetzt.

Gemeinsam mit den örtlichen Akteuren der Regional- und Landesplanung wurden die Instrumente der Praxispartner konzeptionell weiter entwickelt. Im Rahmen zweier fachlicher Erfahrungsaustausche für Regionalplaner und wissenschaftliche Experten aus allen Bundesländern wurden diese neuen Ansätze zur Diskussion gestellt und weiter entwickelt. Die Ergebnisse werden aktuell in der Reihe BMVBS Online-Publikation veröffentlicht.

Weitere Informationen auf der Internetseite des BBSR



Betreuung des 2. Projektaufrufs
zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Projektpartner: plan + risk consult, Dortmund, 2008-2009




Bis Ende 2009 hat BPW baumgart+partner den 2. Projektaufruf der Nationalen Stadtentwicklungspolitik betreut. Die Leistung umfasste die Betreuung des Verfahrens während der Antragsphase, die Auswertung von insgesamt über 200 eingegangenen Anträgen, die Vorprüfung der Projektvorschläge, die Erstellung von Projektsteckbriefen sowie die Teilnahme an den Auswahl- und Jurysitzungen.

Auch die kostenmäßige Prüfung, die Qualifizierung der ausgewählten Anträge sowie Vorbereitung von Zuwendungsanträgen waren wesentliche Aufgaben. Handlungsfelder des 2. Projektaufrufs waren Zivilgesellschaft, Soziale Stadt, Klimaschutz, Regionalisierung, Baukultur sowie das Querschnittsthema Wirtschaftliche Entwicklung.



"Zwischennutzungen und Nischen im Städtebau als Beitrag
für eine nachhaltige Stadtentwicklung"

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2008





Aufbauend auf dem Forschungsprojekt "Zwischennutzung und neue Freiflächen" wurden über 100 Beispiele für bauliche und nichtbauliche Zwischen- und Nischennutzungen aus dem gesamten Bundesgebiet recherchiert, von denen rund 40 für Fallstudien ausgewählt wurden.

Das Forschungsinteresse richtete sich auf die Herausarbeitung allgemeiner Rahmenbedingungen und übertragbarer Strategien. So wurden Erkenntnisse zu den Formen, zur Realisierung und Beendigung von Zwischennutzungen gesammelt und in Handlungsempfehlungen für die Praxis überführt.

Die Untersuchung zeigt: Zwischennutzungen von Freiflächen und Gebäuden sind weit verbreitet. Sie können positive Wirkungen auf die Stadtquartiere entwickeln, bieten den Eigentümerinnen und Eigentümern finanzielle Entlastung und eröffnen besondere Gestaltungsperspektiven für die Nutzerinnen und Nutzer.

Bei manchen Vorhaben treten ähnliche Probleme auf, die eine Zwischennutzung erschweren können - etwa genehmigungsrechtliche Hürden, hohe Renditeerwartungen der Eigentümer oder die Furcht vor Verstetigung.

Weitere Informationen auf der Internetseite des BBSR



Recherche und Gutachten
"Zwischennutzungen für die Überseestadt Bremen"

Auftraggeber: BIG - Bremer Investitionsgesellschaft



Mit der Überseestadt Bremen entsteht auf dem Gebiet des ehemaligen Freihafens ein neuer Stadtteil mit einer Fläche von knapp 290 ha. Aufgrund der verschiedenen Entwicklungsphasen werden einzelne Teilflächen erst mittel- oder langfristig vermarktet. Da Brachflächen von potenziellen Investoren, Besuchern und der Bevölkerung oft als störend und entwicklungshemmend empfunden werden, sollen durch Zwischennutzungen auf derzeit ungenutzten Flächen und in leerstehenden Gebäuden positive Impulse für die Entwicklung der Überseestadtquartiere gesetzt werden.

Zu Beginn der Recherche wurde eine Bestandsaufnahme der rd. 20 Brachflächen der Überseestadt sowie eine Analyse ihrer Standortbedingungen vorgenommen. Auf Grundlage der Standortanalyse erfolgte die Überprüfung der Übertragbarkeit ausgewählter Zwischennutzungsbeispiele auf die Brachflächen der Überseestadt. Die vorliegende Recherche von Zwischennutzungen für die Überseestadt Bremen zeigt Beispiele erfolgreicher temporärer Nutzungen aus vorwiegend deutschen Mittel- und Großstädten.


Leitfaden "Gleichstellungspolitisch orientiertes Gewerbeflächenmanagement am Fallbeispiel der Rahmenplanung Friedrichsgabe-Nord"

Leitprojekt im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzeptes der Metropolregion Hamburg (REK)

Auftraggeber: Stadt Norderstedt




Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat die flächendeckende Umsetzung von Gender Mainstreaming beschlossen. Das Leitprojekt untersucht den Beitrag der räumlichen Planung zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen am Arbeitsmarkt. Am praktischen Beispiel der Planung und Realisierungsvorbereitung eines Gewerbegebietes in der Stadt Norderstedt soll bei der Schaffung von Arbeitsplätzen besonders Gewicht auf die Anforderungen von Frauen als Beschäftigte, Unternehmerinnen und Existenzgründerinnen gelegt werden.

Der Begriff Gewerbeflächenmanagement umfasst in diesem Zusammenhang also nicht nur den An- und Verkauf von Gewerbegrundstücken, sondern vor allem auch die planerische Vorbereitung dieser Flächen und frühzeitige Integration weicher Standortfaktoren in den gesamten Entwicklungsprozess.


"RASCH - Schienengestützte Siedlungsentwicklung in ausgewählten Gemeinden der Region Bremen / Oldenburg"

Auftraggeber: Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V.



Das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen geförderte Modellvorhaben im Forschungsfeld "Stadtentwicklung und Verkehr" umfasst den Korridor Bremen - Oldenburg. Seit mehreren Jahren gibt es in den Gemeinden der Region Planungsansätze, die weitere Siedlungsentwicklung auf Bereiche mit hoher SPNV- und ÖPNV-Gunst zu konzentrieren. Anhand ausgewählter Beispiele ("Best Practice") aus anderen Verflechtungsräumen wurden städtebauliche Neukonzeptionen nach Einrichtung eines Schienenanschlusses analysiert.

Der in diesem Modellvorhaben als wesentliches Planungs- und Aktivierungsinstrument entwickelte und ausformulierte Ansatz des "Bahnhofsbezogenen Rahmenplans" ist darauf orientiert, verschiedene nutzungs-, verkehrs- und entwicklungsbezogene Ideen und Konzepte zusammen zu bringen und zu initiieren.


Evaluierung von Gewerbehöfen
Freie und Hansestadt Hamburg

Auftraggeber:
Freie und Hansestadt Hamburg, Stadtentwicklungsbehörde




Die Ergebnisse dieser Untersuchung stellen eine zusammenfassende Evaluierung ausgewählter öffentlicher Gewerbehöfe im Hinblick auf die Umsetzung der Förderziele der Stadterneuerung dar. Aufgabe war es, Perspektiven und Empfehlungen für die Förderung öffentlicher Gewerbehöfe zu erarbeiten.

Der Bearbeitung lag im wesentlichen der methodische Ansatz einer Wirkungskontrolle zugrunde, in der unterschiedliche Bausteine - wie z.B. einer Klientel-, Akzeptanz- und Betreiberanalyse - kombiniert wurden.



"Städte der Zukunft" - Modellstadt Münster
"Marktanalyse und Machbarkeitsstudie flächensparende Gewerbebauten"

Auftraggeber:
Stadt Münster, Amt für Stadtentwicklung und Statistik




Im Rahmen des Handlungsfeldes 'standortsichernde Wirtschaftsförderung' wurde für die Stadt Münster eine Marktanalyse und Machbarkeitsstudie zur Prüfung räumlicher Potenziale flächensparender Gewerbebauten erstellt.

Im Vordergrund der Analyse standen Aspekte des Angebots an technischer Infrastruktur, der Realisierung zu günstigen Kauf- und Mietpreisen, der optimierten Abwicklung betrieblicher Verkehre und der Übertragbarkeit auf andere Kommunen als Systemlösung. Das Untersuchungsergebnis enthält die Entwicklung von drei Prototypen für flächensparenden Gewerbebau für unterschiedliche Grundstücksbreiten.



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