Prozessgestaltung bedeutet die Akteursebenen mit ihren jeweiligen
Denk- und Arbeitsformen im Planverfahren zu erkennen, miteinander
zu verbinden und zum Konsens zu führen. So sind die unterschiedlichen
Zielsetzungen der Fachdisziplinen abzustimmen, die Interessen der
Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln und Investoren sowie Eigentümer
für die Planung zu gewinnen.

Als interdisziplinär ausgebildete Stadtplaner übernehmen wir die Moderation
und Koordination komplexer Planverfahren. Wir organisieren Expertenrunden
und Workshopverfahren, die dem Erfahrungsaustausch, der Qualifizierung
und Akzeptanz von Planung und Projekten dienen.



Städtebauwerkstatt "Gartenstadt Werdersee"


Auftraggeber: Freie Hansestadt Bremen, 2015




Mit der Entwicklung einer nicht mehr benötigten Friedhofserweiterungsfläche zur "Gartenstadt Werdersee" soll dem hohen Bedarf an preisgünstigen und innerstädtisch gelegenen Wohnungen für verschiedene Zielgruppen Rechnung getragen werden. In einem Werkstattverfahren mit vier Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten wurde der Entwurf der Büros DeZwarteHond und Urbane Gestalt als Grundlage für ein künftiges Bebauungskonzept ausgewählt.

Im Rahmen der "Planungswerkstatt" wurde der städtebauliche Entwurf im Dialog mit unterschiedlichen Akteuren (Anwohnerinnen und Anwohnern, interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Bauträgern, Architekten und Freiraumplaner, weiteren Fachleuten sowie Vertretern aus der Verwaltung und aus den Ortsbeiräten) weiter qualifiziert.

Die Ergebnisse von Fachgutachten wurden im Laufe der Planungswerkstatt vorgestellt. In fachlich begleiteten Arbeitsgruppen wurden verschiedene Fragen und Ideen diskutiert und Prüfaufträge für die weitere Planung formuliert. Sowohl kontroverse Positionen als auch Übereinstimmungen wurden dokumentiert und fließen in die Bearbeitung des Planes ein.




Planungswerkstatt zur Umgestaltung der Mittelstraße in Lemgo


Auftraggeber: Stadt Lemgo, 2015
Kooperationspartner: Anke Deeken Büro für Architektur, Stadt-und Freiraumplanung, Lichtplanung sowie SM Ingenieurplan GmbH






Die Mittelstraße im historischen Stadtkern von Lemgo wurde Anfang der 1970er Jahre von der Bundesstraße B66 zur Fußgängerzone umgestaltet. Ihre jetzige Optik ist sehr individuell und setzt sich deutlich von den Fußgängerzonen anderer Städte ab.

Der aus den 1970er Jahren stammende Gestaltungsplan geht auf die Parzellenstruktur sensibel ein. Dieser Entwurf wurde jedoch im Laufe der Jahre durch Materialaustausch verfremdet, so dass sich der Entwurf nur noch dem fachkundigen Betrachter erschließt. BPW baumgart+partner organisiert und moderiert ein umfangreiches Beteiligungsverfahren.

Hier sind Anlieger, Einzelhändler und interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich im Rahmen von Planungswerkstätten, Infoveranstaltungen und Runden Tische aktiv am Entwurfsprozess zu beteiligen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen werden Fragen der zukünftigen Oberflächengestaltung, zur Materialität sowie zum Beleuchtungskonzept stehen. Aber auch organisatorische Fragen zu Bauzeiten und Baustellenmanagement gilt es zu erörtern.




Zukunft Mobielefeld - Beteiligung zum StadtBahn-Ausbau


Auftraggeber: moBiel GmbH, 2013-2014
Kooperationspartner: agl Saarbrücken, Zivilarena GmbH




Die Stadt Bielefeld und die moBiel GmbH planen einen Systemwechsel des bestehenden ÖPNV-Netzes von Bus- auf Stadtbahnverkehr. Hierzu soll das bestehende Stadtbahnnetz in Bielefeld bis 2030 um etwa 60 % ausgebaut werden. Im Mittelpunkt der Ausbauplanungen stehen derzeit drei wirt-schaftlich relevante Streckenerweiterungen in die Stadtteile Heepen, Hillegossen und Sennestadt.

BPW baumgart+partner ist Teil eines Prozessteams für einen umfangreichen, auf drei Jahre angelegten Beteiligungsprozess. Dieser umfasst verschiedenste Formate: In einem regelmäßigen Turnus wechseln sich stadtweite Bürgerforen mit Infoabenden, Infoständen und Werksstätten in den betroffenen Stadtteilen ab. Ergänzt wird das Verfahren durch einen umfangreichen Internetauftritt mit regelmäßigen Onlinebeteiligungen.




Perspektivenwerkstatt MFG 5-Areal Kiel mit Onlinebeteiligung


Auftraggeber: Stadt Kiel, 2013






Das Gebiet des ehemaligen Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau wurde von der Bundeswehr aufgegeben. Mit einer zweitägigen Perspektivenwerkstatt wurde der Bevölkerung mit verschiedenen Formaten die Möglichkeit gegeben, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Gelände und zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen: Rund 200 Bürgerinnen und Bürger nutzten diese Gelegenheit, auf geführten Rundgängen und Entdeckertouren das Gelände zu erkunden, das sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Im Anschluss an die Begehungen wurden in einer an Info-ständen verschiedene planerische Vorüberlegungen und Gutachten vorgestellt.

Im Rahmen einer anschließenden ganztägigen Bürgerwerkstatt wurden konkrete Nutzungsalternativen für das Areal erarbeitet. Alle Formate wurden durch eine umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung begleitet. In einem von BPW moderierten Internet-Blog gab es in den folgenden Wochen Gelegenheit, die Ergebnisse weiter zu diskutieren.




Projektsteuerung zur Aufstellung des Nahverkehrsplan


Auftraggeber:
Zweckverband Bremen Niedersachsen, 2013




Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans 2013-2017 bildet die Grundlage für die Sicherung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Bremen mit sechs Landkreisen und vier kreisfreien Städten. Mit der Fortschreibung durch den zvbn soll die Attraktivität des ÖPNV durch eine bessere Kundenorientierung erhöht werden. Da die Fertigstellung des Nahverkehrsplans fix terminiert war und ein umfassendes Beteiligungsverfahren umfasste, sollte die Erarbeitung durch ein externes Büro begleitet werden.

BPW baumgart+partner war mit der Projektkoordination betraut und für die Überwachung der Zeitplanung und die Strukturierung des gesamten Prozesses verantwortlich. Dabei hat das Büro die Fortschreibung kontinuierlich redaktionell und teilweise auch inhaltlich betreut, die Überarbeitung und Erstellung der Karten übernommen, die rund 900 Einzelstellungnahmen zusammengestellt sowie das Textdokument im Layout erstellt.




Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Ortsmitte Twistringen


Auftraggeber: Stadt Twistringen, 2013





Die Stadt Twistringen hat das Landschaftsarchitekturbüro Anke Deeken aus Bremen mit der Neugestaltung der Twistringener Ortsmitte beauftragt. Die Gestaltung von Innenstädten ist ein sensibles Thema in der Öffentlichkeit, schließlich sind diese öffentlichen Räume die zentralen Stifter der lokalen Identität.

Im Rahmen eines von BPW organsierten und moderierten dreistufigen Beteiligungsprozesses wurden die Bürger eingeladen sich über den Umbauprozess zu informieren und kreativ an der Zukunftsgestaltung der Twistringer Ortsmitte mitzuarbeiten. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde über die geplante Neugestaltung der Innenstadt sowie die Ergebnisse der gutachterlichen Bestandsanalyse informiert.

Erste Rückmeldungen führten zu einer Anpassung des Entwurfes, die im Rahmen einer ganztägigen Bürgerwerkstatt vertiefend diskutiert wurden. Eine temporäre Illuminierung einzelner Gebäude zeigte die Potenziale eines neuen Lichtkonzeptes auf. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung konnte eine deutlich im Sinne der Bürger optimierte Planung präsentiert werden.




Jugendworkshop "Eutin - Deine Ideen"


Auftraggeber: Stadt Eutin, 2012




In Eutin mangelt es an attraktiven Angeboten für Jugendliche. Außerhalb von Vereinen gibt es kaum eine Möglichkeit seine Freizeit in der Stadt selber zu gestalten. Damit neue Angebote angenommen werden, müssen die Jugendlichen selbst die Möglichkeit haben, diese zu gestalten.

BPW baumgart+partner konzipierte und organisierte eine aktive Jugendbeteiligung im Rahmen des ISEK-Prozesses in Eutin. An den Eutiner Schulen wurde zunächst eine umfangreiche Jugendbefragung durchgeführt, um u. a. einen Überblick über Aufenthaltsräume sowie Freizeitverhalten zu bekommen.

Der Jugendworkshop bestand zunächst aus einer Fotosafari durch die Stadt, bei der Orte fotografiert und dokumentiert wurden, die besonders "gefallen" oder eben auch "nicht gefallen". Im Jugendworkshop wurden zu den aufgenommen Räumen konkrete, realisierbare Projekte durch die Jugendlichen entwickelt, die von temporären Ansätzen bis hin zu langfristigen Projekten reichen. Es erfolgte eine Videodokumentation.




Moderationsverfahren "Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft - Weinerstraße"

Auftraggeber: Stadt Ochtrup, 2012



Zur Vorbereitung der Gründung einer Immobilien- und Standort-
gemeinschaft hat BPW baumgart+partner drei Veranstaltungen mit Immobilieneigentümern der Innenstadt konzipiert und moderiert. Es wurden zahlreiche Beispiele vergleichbarer Konzepte vorgestellt und Vertreter anderer Standortgemeinschaften eingeladen. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden auf Basis des Stadtentwicklungs-
konzeptes erste Maßnahmen entwickelt.

BPW baumgart+partner hat die Initiative auch bei der Vereinsgründung beraten und die Entwicklung einer Vereinssatzung inklusive der Beitragsstaffelung unterstützt. Im Anschluss an das Moderationsverfahren wurde der Verein erfolgreich gegründet, erste Projekte sind in der Vorbereitung.



"Freiraum und Mobilität für ältere Menschen in Altona-Altstadt"


Auftraggeber: Freie und Hansestadt Hamburg, 2012



Das Projekt untersucht die Wegekorridore zwischen den Wohnschwerpunkten älterer Menschen und dem Versorgungszentrum. Innerhalb dieser Wegekorridore wurden Probleme im Straßenraum erfasst und Sofortmaßnahmen sowie Potenzialräume für eine Verbesserung der Freiraumgestaltung benannt.

Die angedachten Maßnahmen sollen die selbstständige Lebensführung durch die Erleichterung und Attraktivierung der täglichen Wege stärken. In einer aufsuchenden Beteiligung haben verschiedene Seniorengruppen an dem Gut-achten mitgewirkt. Ergänzt wurde das Beteiligungsverfahren durch Informations- und Diskussionsstände in der Fußgängerzone Altona.




Veranstaltungsmoderation"Neue Ortsmitte Oyten"


Auftraggeber: Stadt Oyten, 2012



Neue Wohnformen und Wohnangebote standen bei den Workshops zur Gestaltung und Nutzung der neuen Ortsmitte im Vordergrund. Die Workshops wurden gemeinsam mit Bürgern und Investoren durchgeführt.

Zentrale Frage war, welche Ansprüche insbesondere ältere Menschen an diesen neuen Wohnstandort haben und welche konkreten Wohnraumangebote sich daraus ableiten lassen. Dabei wurden sehr konkrete Aspekte wie Eigentum oder Miete, Stellplatzbedarf, Ruhe vs. Zentralität, Gemeinschaftlichkeit etc. aufgegriffen, welche die Nachfrageeinschätzung der Investoren bereichert hat.




Fachkonferenz "Hitze in der Stadt - Strategien für eine klimaangepasste Stadtentwicklung"

Auftraggeber:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), 2011




Im September 2011 hat BPW baumgart+partner im Saalbau der Philharmonie in Essen eine Fachkonferenz zur Klimaanpassung mit ca. 200 Teilnehmern organisiert und moderiert.

Neben Fachreferaten stand die Diskussion in verschiedenen Arbeitsgruppen im Mittelpunkt. Begleitet wurde die Konferenz von einer Posterausstellung. Die Veranstaltung wurde vom Büro in einer umfangreichen Broschüre dokumentiert.



Beteiligungsverfahren für Kinder, Jugendliche und Senioren zur gesamtgemeindlichen Neuplanung des Spielraumangebotes

Auftraggeber:
Stadt Ritterhude, 2011




Da Kinder und Jugendliche selbst am besten wissen, wo es Spielmöglichkeiten gibt und was an Angeboten fehlt, werden diese von Anfang an in die Spielleitplanung einbezogen. Wenn Kinder und Jugendliche in Angelegenheiten, von denen sie betroffen sind, mitbestimmen, mitwirken und mitgestalten können, trägt dies maßgeblich zu kinderfreundlichen Verhältnissen bei.

Zum einen werden Kinder und Jugendliche mittels Streifzügen, einer Foto-Safari und Befragungen an der Bestandsaufnahme der für sie relevanten Orte beteiligt. Zum anderen wurden mit der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit befasste Akteure aus den Schulen, Kindergärten, dem Jugendfreizeitheim und dem Seniorenbeirat, Vertreter der verschiedenen Ressorts der Gemeindeverwaltung sowie alle Interessierten aus der Gemeinde Ritterhude innerhalb von Arbeitskreisen an der Bestandsaufnahme, der Leitbildformulierung und der Konzepterstellung beteiligt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der öffentlichen Veranstaltungen hatten die Möglichkeit, eigene Vorstellungen zu formulieren und die Einschätzungen der Planer und der Gemeindeverwaltung bezüglich der Spiel- und Aufenthaltsräume zu beeinflussen.



Jugendworkshop "Ibbenbüren plant die Zukunft"
Stadt Ibbenbüren

Auftraggeber:
Stadt Ibbenbüren, 2010




Die Jugendlichen sind in den Bürgerveranstaltungen nur schwer zu mobilisieren. Die Meinung der jungen Stadtbewohner gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung, so auch in Ibbenbüren. Denn oft tragen sie durch ihre unvoreingenommenen Ideen und Kreativität zu einer besseren Entwicklung bei.

BPW baumgart+partner hat im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses einen Jugendworkshop entwickelt und begleitet. Nach selbstorganisierten Fotorundgängen durch die Quartiere wurden die Jugendlichen aufgefordert ein Meinungsbarometer zu ihrer Stadt abzugeben. An vier Stadtteiltischen wurden Diskussionen zu den Qualitäten und Handlungserfordernissen geführt. Im Anschluss wurden gemeinsam Projekte und Maßnahmen zu unterschiedlichsten Themenfeldern entwickelt, die in das Programm mitaufgenommen wurden.



Rahmenkonzept Große Straße, Stadt Verden
Moderation und fachliche Begleitung eines Arbeitskreises

Auftraggeber:
Stadt Verden, 2009






Die Große Straße ist die zentrale Einkaufsstraße Verdens. Sie gliedert sich in befahrbare Teilbereiche und eine Fußgängerzone und wird von einer vielfältigen historischen Gebäudesubstanz und einem breiten Einzelhandelsangebot bestimmt. Der öffentliche Raum in den unterschiedlichen Teilbereichen der Großen Straße weist verschiedene technische und gestalterische Schwächen auf.

Das LandschaftsarchitekturbÜro Latz + Partner hat eine Rahmenkonzeption zur Umgestaltung der Großen Straße erstellt. Eine Musterfläche wurde erstellt, um die Gestaltungs- und Materialvorschläge vor Ort zu prÜfen. Aufgrund mangelhafter BauausfÜhrung entsprach die Musterfläche nicht den allgemeinen Erwartungen und fÜhrte zu einer insgesamt ablehnenden Haltung von BÜrgerschaft und Politik zu der vorgeschlagenen Umgestaltung und gegenÜber dem beauftragten LandschaftsplanungsbÜro.

Um die Debatte wieder zu versachlichen, entschloss sich die Stadt Verden zur Einrichtung eines fraktions- und akteursÜbergreifenden Arbeitskreises, in dem die HintergrÜnde der Planung detailliert erläutert und die Ergebnisse zur offenen Diskussion gestellt werden. Das BÜro BPW baumgart+partner wurde als neutrale Moderationsinstanz zu diesem Prozess eingeladen. In enger Abstimmung mit der Verwaltung und Latz + Partner wurden in Arbeitskreissitzungen Kommunikations- und Beteiligungskonzepte erarbeitet und methodisch und medial umgesetzt.



QiN-Modellprojekt
"Nordenham – Innenstadt gemeinsam entwickeln!"

Auftraggeber:
Wirtschaftsförderung der Stadt Nordenham




BPW baumgart+partner unterstÜtzt die Stadt Nordenham bei Ihren BemÜhungen zur Initiierung einer Quartiersinitiative fÜr die von Leerständen und Investitionsstau im Gebäudebestand geprägte nördliche Fußgängerzone. Wesentliche Aufgaben sind die Optimierung der Projektkommunikation sowie die fachliche und methodische Vorbereitung und Umsetzung der Akteursbeteiligung. Ziel ist die Etablierung eines selbsttragenden kooperativen und integrativen Aufwertungsprozesses.



Organisation und Durchführung einer Bürgerwerkstatt
zur Umgestaltung der Fußgängerzone, Stadt Varel

Auftraggeber: Stadt Varel, 2009



Der Stadt Varel stehen in den nächsten Jahren umfangreiche Fördermittel für die Sanierung der Innenstadt zur Verfügung. Auf der Grundlage des städtebaulichen Rahmenplanes für die Innenstadtsanierung sollte daher mit den Planungen zur Umgestaltung der Fußgängerzone begonnen werden.

Da diese Maßnahmen das Herz der Stadt berühren, wurden die Bürgerinnen und Bürger aktiv an dem Planungsprozess beteiligt. Im Rahmen einer Bürgerwerkstatt wurden auf mehreren Veranstaltungen Gelegenheiten zur offenen Diskussion und aktiven Mitgestaltung angeboten. BPW baumgart+partner hat die Organisation und Moderation der Bürgerwerkstätten über drei Veranstaltungen übernommen.



Nationale Stadtentwicklungspolitik
Betreuung des 2. Projektaufrufs

Auftraggeber:
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung,
Bonn




Bis Ende 2009 hat BPW baumgart+partner den 2. Projektaufruf der Nationalen Stadtentwicklungspolitik betreut. Die Leistung umfasste die Betreuung des Verfahrens während der Antragsphase, die Auswertung in insgesamt über 200 eingegangenen Anträgen, die Vorprüfung der Projektvorschläge, die Erstellung von Projektsteckbriefen sowie die Teilnahme an den Auswahl- und Jurysitzungen. Anders als beim vorliegenden Wettbewerb waren auch die kostenmäßige Prüfung, die Qualifizierung der ausgewählten Anträge sowie Vorbereitung von Zuwendungsanträgen wesentliche Aufgaben

Inhaltlich bilden vor allem die Prüfungsverfahren der Beiträge aus den Handlungsfeldern "Bürger für ihre Stadt aktivieren - Zivilgesellschaft", "Chancen schaffen und Zusammenhalt bewahren - Soziale Stadt" sowie "Die Zukunft der Stadt ist die Region - Regionalisierung" eine große Schnittmenge zu den im vorliegenden Verfahren anstehenden Themenschwerpunkten. Die kommunalen Spitzenverbände waren mit Ausnahme des Deutschen Landkreistages im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft involviert.



QiN-Modellprojekt "Barrieren überwinden" Qualifizierungsworkshop in der Gemeinde Ganderkesee

Auftraggeber:
Imorde Projekt- und Kulturberatung GmbH, Münster, 2010




Für die Gemeinde Ganderkesee wurde ein Workshop mit engagierten Bürgern, Eigentümern und Verwaltungsmitarbeitern zur Qualifizierung eines im Rahmen des Förderprogramms Quartiersinitiative Niedersachsen 2009 (QiN) geförderten Projekts durchgeführt. Grundlage war eine städtebauliche Bestandsaufnahme und fachliche Bewertung durch das Büro BPW baumgart+partner. Die Veranstaltung wurde durch eine moderierte Ortsbegehung ergänzt.

Das Quartier grenzt unmittelbar südlich an den Ortskern von Ganderkesee, der im Rahmen der Quartiersinitiative Niedersachsen 2008 derzeit einer deutlichen Verbesserung zugeführt wird. Die Projektidee zielt darauf ab, in zweierlei Hinsicht Barrieren zu überwinden: Zum einen geht es darum, das Quartier stärker in den Ortskern zu integrieren und die durch die Verkehrsführung gesetzten Barrieren durch gestalterische Ansätze zu überwinden. Zum anderen soll eine stärkere Integration der Senioren als Bewohner, aber auch als Konsumenten erreicht werden.



Kreativworkshop "Nürnberg am Wasser"
Verfahrensorganisation und Moderation

Auftraggeber:
Stadt Nürnberg




Im Rahmen des Kooperationsprojektes koop.stadt zwischen Bremen, Leipzig und Nürnberg hat die Stadt Nürnberg das Leitziel entwickelt, die Wasserlagen in der Stadt zu qualifizieren.

Um dieses Leitziel zu konkretisieren hat BPW baumgart+partner einen ganztägigen Kreativworkshop in Nürnberg mit über 30 Teilnehmern verschiedener Fachbereiche sowie externer Akteure durchgeführt. In Anlehnung an die Methodik der Zukunftswerkstatt wurden umfangreiche Ergebnisse erzielt und Grundlagen für neue Kooperationen geschaffen.



Zwischenbilanz "10 Jahre Soziale Stadt" in Emden-Barenburg
Organisation und Moderation von Bilanzworkshops und Bilanzkonferenz

Auftraggeber:
BauBeCon Sanierungsträger GmbH, Bremen




Im Auftrag eines Sanierungsträgers hat BPW baumgart+partner ein Workshopverfahren zur Bilanz der Erfolge und Misserfolge nach 10 Jahren Städtebauförderung in einem benachteiligten Stadtteil durchgeführt.

Dabei wurde jeweils ein halbtägiger Workshop mit dem verwaltungsinternen Projektteam, den Mitgliedern des Stadtteilbeirats sowie Vertretern verschiedener sozialer Einrichtungen durchgeführt. Im November 2009 wurde das Projekt mit einer Bilanzkonferenz nach der World Cafe Methode mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zu zahlreichen Einzelthemen abgeschlossen.



"Landlotsen - Zwischennutzungsagentur Bremen"
Vermittlung von Zwischennutzungen in der Überseestadt Bremen

Auftraggeber:
Senator für Wirtschaft und Häfen, Bremen




BPW baumgart+partner war vom Bremer Senator für Wirtschaft und Häfen als Zwischennutzungsagentur beauftragt. Das Büro fungierte dabei wie ein Projektentwickler, der Projektideen, Grundstücke, Kapital und Nutzer für einen befristeten Zeitraum zusammenführt.

Aufgabe war die Entwicklung einer Beratungs- und Vernetzungsplattform für Eigentümer und Nutzungsinteressente, die Unterstützung von Eigeninitiativen von potenziellen Zwischennutzern und die Aktivierung von potenziellen Interessenten. Die Aufgabenbereiche umfasste die Entwicklung von Zwischennutzungen in der Überseestadt und weiteren Standorten im gesamten Stadtgebiet.



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